Hohe Auszeichnung der Uni Łódź für Medizinhistoriker

Pränataldiagnostik und politisierte Medizin in Polen und Deutschland

Für seine enge wissenschaftliche Zusammenarbeit mit Forschenden der Universität Łódź ist der Ulmer Medizinhistoriker Professor Florian Steger mit der höchsten Auszeichnung der polnischen Hochschule geehrt worden, der Medaille „Universitatis Lodziensis Amico“.

Mit polnischen Fachkollegen organisierte Steger, der an der Universität Ulm das Institut für Geschichte, Theorie und Ethik in der Medizin leitet, Tagungen zu Themen wie „Pränatalmedizin“, „Philosophie und Psychiatrie“ sowie „Politisierte Medizin“ an der Universität Łódź. Zudem ist Steger Mitbegründer des interdisziplinären Arbeitskreises für Ethik der Medizin in Deutschland und Polen, in dem Themen wie Reproduktions- und Intensivmedizin oder Organspendewesen in beiden Ländern vor dem jeweiligen gesellschaftlichen und politischen Hintergrund erörtert werden. Zur viel diskutierten Pränataldiagnostik hat Professor Steger im vergangen Jahr beispielsweise eine deutsch-polnische BMBF-Klausurwoche an der Universität Ulm ausgerichtet.

Vor wenigen Tagen hat Professor Florian Steger, der regelmäßig Vorlesungen an der  Universität Łódź hält, die Auszeichnung im Zuge einer Festveranstaltung entgegengenommen. Die Universität in Łódź zählt mit rund 32 000 Studierenden und 12 Fakultäten zu den größten und renommiertesten polnischen Hochschulen.

Text/Medienkontakt: Annika Bingmann