Wissen erleben – Uni Ulm in der Stadtmitte

Die Ulmer Universitätsgesellschaft e. V. (UUG), die Fördergesellschaft der Universität Ulm, ist Veranstalter einer erfolgreichen Vortragsreihe. Im Vordergrund stehen dabei dreimal im Jahr aktuelle Themen aus den verschiedenen Fachbereichen der Universität, vorgetragen von hervorragenden Wissenschaftlern. Und um den Kontakt zwischen der Universität und den Bürgern ihrer Region zu verbessern, finden diese Vorträge nicht in der Universität, sondern in der Stadtmitte von Ulm statt. Damit erfüllt die UUG auch eine ihrer Aufgaben.

Die 12. Vortragsreihe im Studio der Sparkasse Ulm, Geschwister-Scholl-Platz 2, 89073 Ulm (Neue Mitte) ist an folgenden Terminen vorgesehen:


Samstag, 22. November 2014, 11:00 Uhr

Interagieren mit Smartphones:
Gestern, Heute und Morgen

Prof. Dr. Enrico Rukzio

Institut für Medieninformatik
Fakultät für Ingenieurwissenschaften und Informatik

Universität Ulm

 

Das Smartphone ist für sehr viele Menschen zu einem unerlässlichen Begleiter geworden und hat deren Kommunikationsgewohnheiten, Informationsmöglichkeiten und Medienverwendung revolutioniert. Smartphones und Tablets haben bereits für sehr viele Menschen Dinge wie Armbanduhr, Bücher, Fotoapparat, Stereoanlage, Videokamera, Wecker und Zeitungen komplett ersetzt.

 

Nach einer Analyse der bisherigen Entwicklung von Smartphones werden im zweiten Teil des Vortrages drei Forschungsbereiche diskutiert, welche zukünftige mobile Geräte stark beeinflussen könnten. Zu Beginn wird die Integration von sehr kleinen Projektoren in Smartphones betrachtet, die es erlaubt immer und überall Informationen zu projizieren und mit diesen zu interagieren. Im Anschluss wird diskutiert, wie die Verwendung von Datenbrillen im Alltag den Zugriff auf Informationen ganz grundlegend verändern könnte.

 

Am Ende des Vortrages werden aktuelle Ideen und Entwicklungen bezüglich verformbarer und sich selbst verformender mobiler Geräte aufgezeigt.
 

Samstag, 29. November 2014, 11:00 Uhr

Von kleinen und großen Risiken -
Epidemiologische Daten in der Krebsvorsorge,
-früherkennung und -therapie

Prof. Dr. med. Gabriele Nagel

Institut für Epidemiologie und Medizinische Biometrie
Medizinische Fakultät

Universität Ulm

 

In den Medien erscheinen fast jeden Tag Meldungen über Faktoren der Ernährung, des Lebensstils oder der Umwelt, die das Risiko an Krebs zu erkranken, beeinflussen. Schützt der Konsum von Nüssen vor Krebserkrankungen? Machen Handys mit ihrer elektromagnetischen Strahlung auf lange Sicht krebskrank?

Programme zur Früherkennung von Krebserkrankungen können die Sterblichkeit senken, können aber auch zu zusätzlichen Untersuchungen und Therapien führen. Für Patienten gibt es Empfehlungen, wie Lebensqualität verbessert und Überleben verlängert werden können. Für welche Gruppen treffen diese Empfehlungen zu? Woher kommen diese Empfehlungen und wie werden Risiken in epidemiologischen Studien geschätzt? Wie können diese interpretiert werden? Gibt es bessere Alternativen für Einzelentscheidungen als Würfeln oder Datengläubigkeit?


Samstag, 06. Dezember 2014, 11:00 Uhr

Die Hals-Nasen-Ohrenheilkunde
- ein kleines Fach?

Univ.-Prof. Dr. med. Thomas Hoffmann

Ärztlicher Direktor der Universitätsklinik
für Hals-Nasen-Ohrenheilkunde, Kopf- und Halschirurgie
Universitätsklinikum Ulm

 

Vom Neugeborenen bis zum Hochbetagten - viele Menschen kommen im Laufe ihres Lebens mit dem Fach der Hals-Nasen-Ohrenheilkunde in Berührung.

Doch neben den klassischen Notfällen wie Husten, Schnupfen und Heiserkeit entsteht oftmals auch der Kontakt mit einem der 4 universitären Schwerpunkte: 1. der Allergologie (z.B. bei lebensbedrohlichem Angioödem), 2. der Rhinologie (bei Nasen(nebenhöhlen)-erkrankungen oder Schlafstörungen), 3. der Otologie (bei Tinnitus, Hörstörungen oder Taubheit) und 4. der Kopf-Hals-Onkologie (Krebstherapie einschließlich plastisch-rekonstruktiver Maßnahmen).

Anhand verschiedener Krankheitsbeispiele wird die Breite und Relevanz des Faches für unsere betroffenen Sinne - Hören, Riechen, Schmecken - verdeutlicht. Moderne konservative und operative Behandlungsmöglichkeiten, u.a. neue Medikamentenentwicklungen, implantierbare Hörgeräte, Schrittmacher gegen das Schnarchen und hochpräzise chirurgische Roboter werden vorgestellt.