UUG-Vortragsreihe – Wissen erleben

Die nächste Vortragsreihe der Ulmer Universitätsgesellschaft findet im Juli/August 2018 statt.

Ein PDF mit den seit Sommer 2010 durchgeführten Vorträge finden Sie hier

Video-Aufzeichnungen einzelner Vorträge können Sie sich hier anschauen (youTube).

Künstliche Gelenke – von sinnvoller Therapie bis Lifestyle Neue Aspekte aus Klinik und Forschung
28. Juli 2018

Vortragsreihe der Ulmer Universitätsgesellschaft
11 Uhr
Studio der Sparkasse Ulm, Geschwister-Scholl-Platz 2,
89073 Ulm

Prof. Dr. med. Heiko Reichel

Ärztlicher Direktor
der Orthopädischen Universitätsklinik Ulm am RKU

Die Behandlungsqualität des Gelenkersatzes hat in Deutschland ein hohes Niveau erreicht. Aktuelle Daten aus dem „Weißbuch Gelenkersatz“ zeigen: Die Endoprothetik an Hüft- und Kniegelenk zählt heute zu den erfolgreichsten operativen Eingriffen, 90 Prozent aller künstlichen Hüft- und Knieprothesen halten länger als 15 Jahre und verhelfen den Betroffenen zu neuer Lebensqualität. In letzter Zeit wurden deutliche Fortschritte im Bereich der Implantatmaterialien, des Prothesendesigns und insbesondere der operativen Abläufe erreicht. Je präziser das Kunstgelenk eingebaut wird, je muskel- und weichteilschonender die Implantation erfolgt, desto besser ist die langfristige Funktion und die Haltbarkeit des Gelenkersatzes.
Obwohl mit modernen Endoprothesen nahezu alle Alltags- und Sportaktivitäten möglich sind, kommt dem verantwortungsvollen Umgang des Patienten mit seinem künstlichen Gelenk eine hohe Bedeutung zu: Während gleitende Sportarten wie Schwimmen, Radfahren, Skilaufen, Wandern oder Golfen problemlos ausgeübt werden können, sollten Belastungsspitzen durch Sprünge, Stöße und hohes Gewicht vermieden werden. Der Patient muss verstehen, dass künstliche Gelenke heute vieles, aber eben nicht alles erlauben.

 

 

 

 

Medizinische Visualisierung für Diagnostik und Intervention
4. August 2018

Vortragsreihe der Ulmer Universitätsgesellschaft
11 Uhr
Studio der Sparkasse Ulm, Geschwister-Scholl-Platz 2,
89073 Ulm

Prof. Dr. Timo Ropinski

Institut für Medieninformatik
Fakultät für Ingenieurwissenschaften, Informatik und Psychologie

Da bildgebende Verfahren in der Medizin heute die Erfassung eines breiten Spektrums anatomischer und funktioneller Daten erlauben, spielt die visuelle Datenanalyse zunehmend eine wesentliche Rolle. Bilddaten werden nicht nur zu diagnostischen Zwecken herangezogen, sondern auch zur Planung, Durchführung und Auswertung von medizinischen Eingriffen. In diesem Vortrag soll die Rolle der Medizinischen Visualisierung beleuchtet und an angewandten Beispielen diskutiert werden, wie sie in der medizinischen Bildauswertung eingesetzt werden kann. Dabei liegt der Fokus auf interaktiven Visualisierungstechniken, die es erlauben, mit den zu analysierenden Daten in einem explorativen Prozess zu arbeiten. Während Teile der vorgestellten Visualisierungstechniken für die medizinische Diagnostik entwickelt wurden, sind andere für den Einsatz in Bild-gestützte Interventionen gedacht.