Nachhaltigkeit und die Grenzen des planetaren Wachstums

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25. November 2019

18:30 Uhr
O 25, Hörsaal 2 (H2) der Uni Ost

Humboldt-Studienzentrum

Ringvorlesung: „Nachhaltigkeit“

PD Dr. Susanne Kühl und Prof. Dr. Michael Kühl
Biochemie und Molekulare Biologie, Universität Ulm

Nachhaltigkeit und die Grenzen des planetaren Wachstums

Nicht nur die Weltbevölkerung wächst, sondern auch der Ressourcenverbrauch. Mit der Agenda 2030 und den dort definierten Nachhaltigkeitsentwicklungszielen (sustainable development goals, SDGs) haben die Vereinten Nationen skizziert, wie ein nachhaltiges Leben sozial und umweltgerecht gestaltet werden könnte. Dabei stehen die definierten sozio-ökonomischen Ziele möglicherweise im Widerspruch zu den ökologischen Zielen. Unabhängig davon haben Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler den Begriff der „Planetaren Grenze“ eingeführt. In verschiedenen Bereichen haben wir bereits jetzt die planetaren Grenzen überschritten, wie beispielsweise der genetischen Vielfalt oder dem Phosphor- und Stickstoffkreislauf. In anderen Bereichen wie dem Klimawandel oder der Landnutzungsänderung kommen wir in Grenzbereiche. In diesem Vortrag beleuchten wir anhand verschiedener Beispiele die Grenzen des planetaren Wachstums und die daraus resultierenden Probleme im Hinblick auf die Erfüllung der SDGs. Zugleich wird auch der Rahmen für diese Vorlesungsreihe zum Thema Nachhaltigkeit gesetzt, in der es nachfolgend um die generellen Folgen des Klimawandels in Deutschland und im Speziellen um die durch Dürre gestressten Wälder oder zu erwartende Extremwetterereignisse geht.