UUG-Vortragsreihe – Wissen erleben

Video-Aufzeichnungen einzelner Vorträge können Sie sich hier anschauen (youTube).

Die Vorträge der 27. Vortragsreihe der Ulmer Universitätsgesellschaft stehen diesmal unter dem Leitthema Visionen:

jeweils samstags um 11 Uhr im Studio der Sparkasse Ulm in der Neuen Mitte Ulm

22. Februar 2020

27. Februar 2020

07. März 2020

Medizin 2030 – wohin geht die Entwicklung?
29. Februar 2020

Vortragsreihe der Ulmer Universitätsgesellschaft
11 Uhr
Studio der Sparkasse Ulm, Geschwister-Scholl-Platz 2, 89073 Ulm

Leitthema: Visionen

Medizin 2030 - wohin geht die Entwicklung?

Prof. Dr. rer. nat. Thomas Wirth
Dekan der Medizinischen Fakultät

Direktor des Institutes für Physiologische Chemie
Medizinische Fakultät
Universität Ulm

Der biomedizinische Erkenntnisgewinn war in den vergangenen Jahrzehnten gewaltig und er hat sich in den letzten Jahren noch dramatisch beschleunigt.
Kaum ein anderes Fach wird sich in den nächsten Jahren so verändern wie die Medizin. Fraglos wird die Personalisierung der Medizin weiter voranschreiten. Daneben wird die Digitalisierung der Medizin, gepaart mit Künstlicher Intelligenz Diagnostik und Therapie der Zukunft prägen. Der Einsatz von sogenannten „Wearables“ (Smart Watch, Smart Phone, etc.) mit entsprechenden Apps wird vermutlich ungebremst zunehmen und so eine engmaschige Kontrolle relevanter Gesundheitsparameter rund um die Uhr ermöglichen. Entwicklungen in der Robotik und neue Methoden zur gezielten Korrektur von Mutationen im Genom werden Therapiestrategien verbessern.
Alle diese Entwicklungen verfolgen das Ziel, die Medizinische Versorgung der Patienten zu optimieren, chronische Erkrankungen heilbar zu machen und bislang tödliche Erkrankungen zu chronifizieren. Verlässliche Aussagen über die genaue Geschwindigkeit oder auch exakte Richtung dieser Entwicklungen sind schwierig. Insofern werden in dem Vortrag insbesondere solche Aspekte beleuchtet, für die bereits heute ein Einsatz in der nahen Zukunft wahrscheinlich ist.

 

 

 

 

 

 

Zukünftige Technologie als Partner des Menschen? Eine nutzerzentrierte Betrachtung
7. März 2020

Vortragsreihe der Ulmer Universitätsgesellschaft
11 Uhr
Studio der Sparkasse Ulm, Geschwister-Scholl-Platz 2, 89073 Ulm

Leitthema: Visionen

Zukünftige Technologie als Partner des Menschen?
Eine nutzerzentrierte Betrachtung

Prof. Dr. Martin Baumann

Leiter der Abteilung Human Factors
Institut für Psychologie und Pädagogik
Fakultät für Ingenieurwissenschaften, Informatik und Psychologie
Universität Ulm

In Zeiten der digitalen Transformation unserer Gesellschaft begegnen wir in zunehmendem Maße sowohl im Arbeitsumfeld als auch im alltäglichen Leben automatisierten Systemen, die in der Lage sind eigenständig, Aufgaben auszuführen und in ihrer Umgebung zu agieren. Aktuelle prominente Beispiele hierfür sind automatisierte Fahrzeuge oder Service-Roboter. Als Ziele, die mit der Einführung dieser Systeme erreicht werden sollen, werden häufig eine erhöhte Sicherheit, bessere Leistung und/oder erhöhter Komfort für den Nutzer genannt. Dieses Potenzial ist aber nur dann vollständig auszuschöpfen, wenn der Fahrer/Nutzer das System akzeptiert, versteht und ein angemessenes Vertrauen in das System entwickelt.
Dies gelingt aus ingenieurpsychologischer Sicht nur dann, wenn diese technischen Systeme den Bedürfnissen, den Fähigkeiten und Limitationen der menschlichen Nutzer gerecht und in der Gestaltung berücksichtigt werden. Human Factors Forschung untersucht die psychologischen Grundlagen der Interaktion von Menschen mit Technologie und entwickelt aus dieser mensch-zentrierten Betrachtungsweise heraus Gestaltungskonzepte. In diesem Vortrag werden hierzu aktuelle Forschungsergebnisse aus dem Bereich automatisiertes Fahren und Service-Robotik vorgestellt und diskutiert.