UUG-Vortragsreihe – Wissen erleben

Die nächste Vortragsreihe der Ulmer Universitätsgesellschaft findet im November/Dezember 2018 statt.

Die seit Sommer 2010 durchgeführten Vorträge finden Sie hier

Video-Aufzeichnungen einzelner Vorträge können Sie sich hier anschauen (youTube).

Mit den eigenen Zähnen alt werden! Bewährte und neue Methoden für den Zahnerhalt
17. November 2018

Vortragsreihe der Ulmer Universitätsgesellschaft
11 Uhr
Studio der Sparkasse Ulm, Geschwister-Scholl-Platz 2,
89073 Ulm

Univ.-Prof. Dr. Bernd Haller

Ärztlicher Direktor
Klinik für Zahnerhaltungskunde und Parodontologie
Zentrum für Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde
Medizinische Fakultät der Universität Ulm

Gesunde Zähne stehen für Vitalität und Lebensqualität. Wer sie hat, hat Biss. Und wer kommt schon gern auf dem Zahnfleisch daher. Galt es noch vor wenigen Jahrzehnten als normal, im Erwachsenalter immer mehr Zähne zu verlieren, ist es heute kein Wunschtraum mehr, mit eigenen Zähnen alt zu werden.

Der Vortrag zeigt, wie sich das Verständnis von der Entstehung von Karies und Parodontitis gewandelt und so neue Ansätze für die Prävention und Therapie eröffnet hat. Das Rezept für einen möglichst langen Zahnerhalt ist einfach: Durch Prophylaxe die erste Füllung so lange wie möglich hinauszögern, mithilfe minimalinvasiver Techniken gesunde Zahnsubstanz schonen und durch eine gute Füllungsqualität den Zeitraum bis zum Füllungsaustausch möglichst lange ausdehnen. Welche Füllungsmaterialien und Techniken dafür heute zur Verfügung stehen, wie erkrankte Zähne durch moderne Verfahren der Wurzelkanalbehandlung doch noch erhalten werden können, und wie sich eine fortgeschrittene Parodontitis auf die Allgemeingesundheit auswirken kann, wird ebenfalls Gegenstand des Vortrags sein.

 

 

 

 

 

Quantentechnologien in Weltraumanwendungen
24. November 2018

Vortragsreihe der Ulmer Universitätsgesellschaft
11 Uhr
Studio der Sparkasse Ulm, Geschwister-Scholl-Platz 2,
89073 Ulm

Prof. Dr. Wolfgang P. Schleich

Institutsleiter
Institut für Quantenphysik
Fakultät für Naturwissenschaften der Universität Ulm

Weltraumgestützte Messungen sind für die globale Erdbeobachtung, die Navigation und Kommunikation sowie für die Etablierung geodätischer Referenzsysteme unverzichtbar geworden. Quantentechnologien sind in diesem Zusammenhang von großem Interesse, da sie die Empfindlichkeit der verwendeten Instrumente enorm verbessern können. Völlig neue Perspektiven ergeben sich auch durch Quantensensorik und -metrologie, sowie Quantenkommunikation und -kryptographie. Letztere Thematik ist gerade durch den chinesischen Satelliten Micius aktuell geworden und wirft sicherheitskritische Fragen auf.

Die Universität Ulm hat auf dem Gebiet der Quantenphysik und insbesondere der Quantentechnologien in Weltraumanwendungen große Erfahrung. Seit vielen Jahren ist sie in einem Forschungsverbund, dessen Ziel es ist, Quantenmaterie wie z.B. Bose-Einstein Kondensate (BEC) in Schwerelosigkeit zu untersuchen. Kürzlich gelang es dieser Gruppe, ein BEC im Weltall zu erzeugen. Das Ziel ist jetzt, diese Experimente auf der Weltraumstation ISS weiterzuentwickeln.

In dem Vortrag soll eine Einführung in die wesentlichen Ideen der Quantentechnologien gegeben werden, um dann auf die oben genannten Anwendungen und Experimente mit Ulmer Beteiligung einzugehen.

 

 

 

 

 

Körperwahrnehmung – Was uns unser Körper zu sagen hat
15. Dezember 2018

Vortragsreihe der Ulmer Universitätsgesellschaft
11 Uhr
Studio der Sparkasse Ulm, Geschwister-Scholl-Platz 2,
89073 Ulm

Prof. Dr. Dr. Olga Pollatos

Leiterin der Abteilung Klinische und Gesundheitspsychologie
Institut für Psychologie und Pädagogik
Fakultät für Ingenieurwissenschaften, Informatik und Psychologie
Universität Ulm

Die Wahrnehmung von Signalen aus dem Körperinneren (sog. Interozeption) ist eine wichtige Fähigkeit des Menschen und spielt vor allem für das Erleben von Gefühlen und „intuitiven“ Entscheidungen eine essentielle Rolle. Dennoch gibt es deutliche Unterschiede in dem Ausmaß, wie gut oder genau wir auf unseren Körper hören können. Solche interindividuellen Unterschiede lassen sich bereits im Kindesalter aufzeigen und scheinen mit Aspekten körperlicher Statur und Aktivität assoziiert zu sein.
Neue empirische Befunde belegen weiterhin, dass eine gute Körperwahrnehmung auch bei der Verarbeitung von Stress und der Regulation von Gefühlen von Vorteil sein kann, während umgekehrt bei einer Reihe an klinischen Bildern wie etwa dem extremen Übergewicht oder der depressiven Störung Prozesse der Körperwahrnehmung beeinträchtigt sind. Innovative Möglichkeiten zur Verbesserung interozeptiver Fähigkeiten sind deshalb für die Forschung besonders interessant. Solche Interventionen beinhalten Ansätze aus der Embodiment-Forschung wie etwa achtsamkeitsbasierte Übungen und werden aktuell zur Ableitung gesundheitsförderlicher Maßnahmen verwendet.